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Ausmisten

2. Oktober 2008

Ich räume grade meinen Schrank auf. Nein, ehrlich, mache ich wirklich. Ich genehmige mir grade nur eine kurze Pause und bin auch fast fertig. Und nachdem ich zwei prallvolle Säcke Klamotten Marke “Vielleicht passe ich ja doch mal wieder rein” und “Da will ich eigentlich nie wieder reinpassen” aussortiert habe, muss ich gestehen, ich habe immer noch echt viele Sachen. Ist mir bisher gar nicht so aufgefallen, wohl weil ich die meisten Sachen nach dem ersten Einräumen nie wieder gefunden habe. ;-)

Nun interessiert es mich grade, ob die Theorie, das Chaos im Schrank auch Chaos auf der Beziehungsebene bedeutet, stimmt. also werde ich mir die Tage mal die Zeit nehmen, um zu überprüfen, ob ich vielleicht zu viele Beziehungen (Partnerschaft, Freundschaften, Bekanntschaften,…) habe und ob die ein oder andere mir eventuell nur die Sicht auf Dinge nimmt, die mir grade viel besser täten.

Brauche ich z.B. eine Freundin, die sich fast zwei Jahre nicht mehr gemeldet hat und nun mit der fadenscheinigen Ausrede, sie hätte meine Telefonnummer verloren wieder in mein Leben tritt, indem sie meinen besten Freund nach dieser Nummer fragt, den sie auch vor zwei Jahren schon hätte fragen können? Ich glaube nicht.

Brauche ich jemanden, der im Zweifel immer zu mir hält, mich bemuttert, wenn es mir schlecht geht, mir Komplimente macht, sich Zeit für mich nimmt und mit dem ich Spaß haben kann? Ja, klar. :-D Beste Freunde sind halt schon was Feines.

OK, Ausmisten… selbst, wenn ich das Ganze mal weniger philosophisch betrachte, muss ich zugeben, dass Aufräumen etwas Befreiendes hat. Plötzlich muss ich keine Angst mehr haben, dass mir was aus den Regalen entgegen fällt, keine angestoßenen Zehen mehr beim nächtlichen aufs Klo gehen (es sei denn mein Hund hat mal wieder seine Kauknochenüberreste großzügig in der Gegend verteilt) und ich finde alles viel schneller. Na ja, nicht, dass ich bisher ständig etwas gesucht hätte, aber trotzdem.
Ergo: Ausmisten und alles, was dazugehört, ist eigentlich durchaus positiv zu bewerten. Ich hoffe, ich kann mir das diesmal zumindest merken, bevor der Schrank wieder aus allen Nähten platzt. ;-)

jemanden, der sich immer in den Vordergrund drängen will? Ich komm nicht drauf, aber wenn ich mir meinen Hund so ansehe, könnte man eine solche Person auch einfach “Charlie” nennen.

Hey! Hier unten!

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Unvermutete Zusammenhänge

2. Oktober 2008

Mein allerliebster Arbeitgeber hatte die letzten Tage wohl so einige Probleme. Zu spüren war das daran, dass Ein- und Auszahlungen und Kontostandsabfragen diese Woche immer wieder nicht möglich waren. Ein Kunde vermutete Netzprobleme und erklärte noch im gleichen Satz, dass er letztes Wochenende keinen TV-Empfang hatte und das dann wohl am selben (!) Netzproblem lag. Ahja…

Der Schnupfen des Schweigens

27. September 2008

Keine Ahnung, ob es eine gute Idee ist dieses Blog zu starten, während ich krank bin, aber ich werde es ja merken.

Ich bin übrigens erkältet. Das nervigste daran ist der Schnupfen, der prinzipiell genau dann zu fließen beginnt, wenn ich entweder schlafen will oder ein Kunde in die Post kommt. Irgendwie behindert ständiges Nase putzen schon erheblich eine flüssige Kommunikation (ok, ich gebe zu, in diesem Zusammenhang klingt “flüssig” irgendwie eklig). Was die heute zugegeben noch erheblich mehr beeinträchtigt hat, war die 100%ige Abwesenheit meiner Stimme. Allerdings eröffnen solch eher außergewöhnliche Situationen auch außergewöhnliche Tatsachen: ca. 80% meiner Kunden fingen an zu flüstern, als sie bemerkten, dass ich keine Stimme hatte. Ist doch immer wieder interessant, wie leicht man seine Mitmenschen manipulieren kann. ;-)

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